Reisetagebuch 23 - Ein ganz normal verrückter Sonntag

08.07.2013 12:34

Ausschlafen, etwas was ich versucht habe bis letzten Minute hinauszudrücken - und so lange zu schlafen wie es irgendwie ging. Aber man muss halt doch irgendwann aufstehen und sich präsentabel machen, wenn man rechtzeitig in den GoDi möchte. 

 
Danny Silk sprach darüber, wie wir Josephs sein sollen für unsere Stadt, und wir unseren Pharaohs die Träume deuten und ihnen helfen sollen, diese zu leben, denn dann werden unsere Stadt Segen erleben. Dieses Thema hat schön lange Gespräche hervorgerufen beim Mittagessen. S., meine Jungs und ich waren bei SUBWAY und Starbucks und sprachen über Träume, die wir von Gott bekommen hätten und was die Bedeutungen jeweils waren. Einfach cool. Und dann ging es zurück zu Bethel Church, denn diesmal hatten wir es geschafft in die Prophetic Booths zu kommen. Des bedeutet einfach, das sich eine Person für einige Minuten Zeit nimmt und Gott fragt und hinhört, was er für dich hat. Das wird aufgenommen und dir anschließend per Email zugesendet, damit du es nochmals anhören kannst. 
 
Es war eine sehr schöne Erfahrung, weil es fast alles Bestätigungen waren für Dinge, die ich schon länger oder erst in den letzten zwei Wochen bestätigt bekommen hatte. 
 
Ich habe dann noch mit zwei Mitstudentinnen geredet und ihnen Anregungen gegeben wie sie Gottes Stimme hören konnten, mal anders. Ha, ich bin fast ins predigen geraten! :-D Während wir am Reden waren fiel mir dann ein Mann auf, der um mich herum kreiste und mich immer wieder anschaute. Weil ich ihn aber nicht kannte, habe ich ihn nicht weiter beachtet.
 
Und es war Zeit um S. zu verabschieden und als ich sie umarmte, habe ich dann noch für sie gebetet und über ihr prophezeit. Kaum war ich fertig, sprach mich ein junges Mädchen auf Deutsch an und der Mann, der mich vorher schon ein bisschen "beschattet" hatte, stand mit seiner Familie 2 Meter entfernt. Alle hatten sie große erwartungsvolle Augen! Es stellte sich heraus, dass diese Familie amerikanisch ist und gerade im Prozess ist, nach Deutschland (Potsdam) zu ziehen um dort Gemeindegründung zu machen. Was für eine Überraschung für mich. Die eine Tochter muss mich einmal kurz Deutsch sprechen gehört haben und sagte es dem Vater, der von Gott gesagt bekam, dass ich die bin, die für sie beten soll!! WAS? Haja, klar, ich war eh schon so in Fahrt - dann bete ich auch für sie. Also haben wir da ein kleines Häufchen gebildet und das deutsche junge Mädchen habe ich grad mit rekrutiert zum beten. Weil ich wollte, dass sie auch verstehe, was ich da bete, tat ich das auf Englisch. Als ich fertig war, bat mich der Vater auch auf Deutsch zu beten. Und so betete ich noch ein Gebet auf Deutsch. Und ganz ehrlich - ich fühlte mich selber viel mehr gesegnet! 
 
Das war so cool!
 
Irgendwann war dann der Saal offen und wir konnten uns Plätze suchen für den Abend Gottesdienst, in dem auch getauft werden sollte. Während wir da so saßen (und ich die Zeit iPad spielen vertrieb) hörte ich die zwei Leute neben mir, wie sie sich einander vorstellten. Der eine, einer meiner Jungs aus Irland und der andere ein Pastor, der mit seiner Familie aus Neuseeland angereist war um 2 Wochen einfach aufzutanken. Und - ich war ja schon in Fahrt - beteten wir für ihn und seine Familie. Es war echt genial!
 
Und dann ging der GoDi los. Ein Lied und dann wurden uns die Täuflinge vorgestellt - an die 50!! Diese wurden dann während dem Lobpreis getauft. Was für ein Fest! Ray Hughes sprach dann über König David und wie er einen Ort des Lobpreises schuf, der für 33 Jahre durchgehen anhalten sollte.
Der Abschluss des Gottesdienstes sollte ein Feuertunnel sein, durch den die GoDi Besucher hindurchlaufen sollten und gesegnet werden sollten. Darauf freute ich mich und plötzlich wurden wir übrig gebliebenen BSW-Studenten aufgerufen, dass wir diesen Tunnel bilden sollen, weil wir in den vergangenen zwei Wochen so viel Segen empfangen hatten, dass wir bestimmt was abgeben können!! WOW! So standen wir Studenten aus aller Welt Schulter an Schulter mit dem Bethel Gebetsteam und beteten für alle GoDi-Besucher!
 
Von dort sind wir dann noch mal Hamburg essen gegangen, haben erneut Gebetszeiten mitten in einer Fastfood-Kette gehalten und haben uns dann von weiteren Leuten verabschiedet.