Reisetagebuch 11 - Mit Volldampf voraus

25.06.2013 16:54

Letzte Nacht, nachdem ich wunderbar alles geschrieben hatte und alles verräumt hatte und das Licht ausschalten wollte, kam diese Kakerlake in mein Zimmer gerannt - Bäh!! Ich mag Kakerlaken überhaupt nicht, bin schon Barfuß auf welche getreten und das was schon ekelig und die sind einfach nicht meine Lieblinge. Aber weil das auch so plötzlich kam hätte ich beinahe das ganze Haus geweckt und konnte gerade noch meinen Schrei unterdrücken! Das Vieh war "mindestens so groß wie ein Pferd"!!! Als ich es dann in einer Tupperdose gefangen hatte konnte ich dann endlich schlafen gehen. (Tupperdose deswegen, weil die Alarmanlage schon an war und ich so kein Fenster öffnen konnte und auch nicht den Keramik-Express nutzen wollte)

 
Und dann heute Morgen - alles parat, K. eine Mitstudentin holte mich ab und so ging es los mit der Schule!! Alles so Nervenaufreibend und aufregend! 500 Studenten sind übrigens ein Haufen viel Menschen!! Und alle wollten sich natürlich gleichzeitig anmelden :-D So lernte man sich auch wieder gleich kennen! in letzten Woche habe ich so viel in Schlangen angestanden, wie wahrscheinlich noch nie in meinem Leben zusammen! Für buchstäblich Stunden und gleichzeitig fühlte sich die Zeit so kurz an, weil so viele tolle Gespräche entstanden. Wir sind hier aus allen möglichen Nationen angereist und so ist es dann auch ganz spannend herauszufinden, welche Nation denn gerade vor einem steht.
 
Der Lobpreis - ich darf hier echt ein Stück vom Himmel erleben! Manchmal stand ich schon da und habe mich gekniffen - weil es so unreal wirkte. Einen großen recht bekannten Künstler nur ein paar wenige Meter entfernt auf der Bühne zu sehen, wie er schnell noch mit der Band übt und dieses Üben trotzdem klingt, als wäre es direkt von der CD abgespielt! Krass! Was mich aber noch mehr bewegt: zu sehen wie Martin Smith als Lobpreisleiter von unserem Lobpreis bewegt wird. Wenn er dann plötzlich zurücktritt vom Mikrofon und uns zuhört, wie wir Gott alles was wir haben geben. Das ist toll, das lässt ihn echt werden für mich.
 
Und dann gab es die erste gemeinsame Einheit (Main Session) - in der Brian Johnson zu uns gesprochen hat. Er nannte es seinen Cry-Talk (Heul-Gerede). Wenn ihn etwas bewegt, dann musst er weinen und dann kann er nicht reden und so könnte es dann wohl etwas dauern. Ach - Wir Frauen haben da ja total mitfühlen können!! :-D Er hat aus ein paar dunklen Zeiten seines Lebens erzählt und wie Lobpreis ihm buchstäblich gerettet und bei Verstand gehalten hat. 
 
Später wurden dann alle Mitarbeiter und Lehrer vorgestellt. Nicht das ich mir jetzt viel davon hätte merken können - so viele Gesichter und Namen - ich bin sicher ich verteile davon einige komplett neu. 
Und dann hat Martin Smith in der nächsten Main Session aus dem Nähkästchen geplaudert, was Lobpreis ist. Hat und die Geschichte etwas nahegebracht und dann auch so seinen Werdegang beschrieben und dann waren ca. 20 Minuten rum - er antwortet lieber auf fragen, als dass er groß über sich redet und so gab es den Rest der Zeit dann Frage und Antwort.
 
Und dann hatte ich meine private Gesangstunde - ich weiß gar nicht genau, was ich darüber genau schreiben soll, außer, dass ich selber doch mich einige male überrascht habe und ich wohl hauptsächlich nur noch lernen muss, mich selber aus meiner Box im Kopf raus holen muss. Mut für Fehler - denn, wer kümmert sich schon wirklich darum, wenn ich l ein bisschen daneben liege!!?
 
Das lag bereits in der Abendessenspause und so habe ich noch schnell einen Burger eingeatmet und schon ging es in die Abendklassen. Meine erste war über prophetisches Malen und wir haben von Theresa Dedmon einiges an Berichten und Auswirkungen und Erfahrungen gehört. Am meisten jedoch hat sie uns einfach ermutigt. Einige aus ihren Team waren ebenfalls dabei und haben von Heilungen erzählt, die durch aufgelegte Bilder geschehen sind! Gott ist so krass und absolut nicht auf unser Verständnis begrenzt - er denkt meistens außerhalb der Box! Ich wurde dann schon langsam ungeduldig, weil die Zeit immer mehr vorbei ging und wir immer noch nicht gemalt hatten, als endlich der Startschuss kam. Sie hatte gebetet, dass Gott uns zeigt, wie er uns sieht und was er für uns vorbereitet hat. Und dann hatten wir 10 Minuten nur Zeit, dass auf Papier oder Leinwand zu bekommen. Wahhhh!!! Ich habe selten so krass schnell gemalt, aber es war genial, nach 10 Minuten waren wir alle fertig und sollten uns dann eine andere Person suchen. Diese Person sollte sich unser Bild anschauen und uns dann sagen, was sie darauf sah und wir dann für sie und ihr Bild! Das war noch viel beeindruckender!!! 
Die junge Frau die mein Bild anschaute, beschrieb prophetisch was sie sah - und sagte mir Sachen, die ich in den letzten Jahren verteilt schon gehört hatte - alle auf einmal in diesem Bild!! Das hat mich echt umgehauen. 
 
Und dann hatte ich noch eine Klasse bei Jeremy Riddle über Lobpreisleiten, weil er aber mit Grippe im Bett liegt hat Jenn Johnson diese Klasse übernommen und erzählt, wie sie das praktisch hier in Bethel so handhaben. Ich habe leider etwas vom Anfang verpasst, weil wir etwas beim malen überzogen hatten, aber es war dennoch gut - und spät und so war ich soooooo müde, dass ich schon etwas Schwierigkeiten überhaupt zuzuhören. Und so habe ich wenigstens versucht so viele Notizen zu machen, wie ich konnte.
 
Es war ein voller und genialer erster Tag und ich bin gespannt wie die weiteren werden. Gut, bestimmt hammergenial , aber auch absolut explosiv und radikal anders!! Ganz bestimmt!